Am 14. März 2021 wird in Baden-Württemberg ein neuer Landtag gewählt. Die Briefwahlunterlagen wurden bereits versendet. Wie stehen deine Kandidat*innen zu Klimathemen? Hier findest du ihre Antworten übersichtlich zusammengestellt. So machen wir es dir möglich, die Landtagswahl 2021 zur Klimawahl zu machen.
Du kannst dir deine eigene Auswahl an Antworten zusammenstellen – sortiert nach Wahlkreis oder Partei. Wenn du auf den jeweiligen Namen klickst, gelangst du in die vollständige Übersicht der jeweiligen Kandidat*innen.
Wir haben intensiv diskutiert, welche Parteien wir anschreiben. Da die AFD in ihrem Wahlprogramm keinen Beitrag zum Klimaschutz vorsieht, haben wir diese nicht kontaktiert.
Verpasst nicht unsere Podiumsdiskussion mit den Kandidat*innen am 26. Februar. Dort könnt Ihr sie und uns live erleben!

Das Nicht-Erreichen des 1,5°C-Ziels hat für die Freiburger*Innen und die Menschen in Baden-Württemberg definitiv schmerzhafte Auswirkungen – auch wenn sie nicht sofort für Einzelne spürbar sein werden. Wenn ich an die jetzt schon verdammt heißen Sommer denke, schmilzt mir direkt wieder der Eyeliner und eine Augenbraue. Das bekomme ich dann – wie eben auch unser Klima – nicht mehr so schnell gerettet.

Natürlich werden sich die absehbaren Folgen des Klimawandels auch in Freiburg zeigen: anhaltende Trockenheit und damit einhergehende Folgen für die Wälder und Landwirtschaft, Hitzesommer und Winter ohne Schnee. Es darf aber nicht bedeuten, dass wir sagen ‘Jetzt ist eh alles zu spät’, sondern auch bei einem Nichterreichen des 1,5°C Ziels muss weiter gegen die Klimaerwärmung gearbeitet werden. Wir müssen dann – und auch jetzt schon – einen verstärkten Blick darauf lenken, wie wir uns anpassen.

Wir möchten unseren Anteil leisten, um die Erderwärmung mit 66% Wahrscheinlichkeit unter 1,5 Grad zu halten. Das bedeutet, dass wir deutschlandweit bei linearer Reduktion Ende 2025 klimaneutral sein müssen.

Die Auswirkungen sind bereits erkennbar und werden sich erheblich verschärfen, wenn es uns nicht gelingt, das 1,5 Grad-Ziel einzuhalten. Bereits spürbare Folgen: Erwärmung der Städte bis zu mehr Hitzetoten; Stärkere Niederschläge und Hochwasserereignisse; Zunahme von Stürmen, Dürren; Zunahme der Trockenheit mit einhergehender Veränderung der landwirtschaftlichen Produktion; Absinken des Grundwasserspiegels und des Wasserangebots bei Quellwasserversorgungen – wie bereits eingetreten.

Wenn wir ab sofort linear reduzieren würden, müssten wir am 1.1.2026 klimaneutral sein, um mit 66% Wahrscheinlichkeit die Erderwärmung 1,5°C zu begrenzen.

Auch unsere regionale Lebensmittelversorgung gerät durch Extremwetterlagen immer mehr unter Druck. So treten extreme Wetterphänomene wie Hochwasser oder Hagel immer häufiger auf, die zum Teil ganze Ernten vernichten. Und dass das Leben in Städten, mit wenig natürlichem Grün und viel Beton im Sommer bei steigenden Temperaturen oftmals sehr belastend bis hin zu lebensbedrohend ist, erleben wir auch bereits jedes Jahr.

Wir müssen als Menschheit jetzt umsteuern, um die globale Erhitzung noch einzudämmen. Denn wir nähern uns gefährlichen Kipp-Punkten wie bei den Eiskappen an den Polen, die dramatisch schmelzen, oder bei den Dauerfrostböden in Sibirien, die beim Auftauen gigantische Mengen an klimaschädlichem Kohlenstoff freigeben. Wenn wir diese Kipp-Punkte reißen, gerät das Klima außer Kontrolle. Die Erde wird dann nicht mehr der Ort sein, den wir heute kennen.

Neben den unmittelbar bei uns spürbaren Naturfolgen mit zunehmenden Wetterextremen, Dürreperioden, Wassermangel, Artensterben sind auch die mittelbaren sozialen Folgen durch die globale Entwicklung mit zu bedenken. Durch die Anstiege der Meeresspiegel und die Verwüstung zahlloser Gebiete werden ganze Regionen unbewohnbar. Die Menschheit muss also jetzt reagieren, um für alle eine lebbare Zukunft zu erhalten.

Lassen Sie uns Klimapolitik nicht lediglich auf Deutschland und lediglich auf zukünftige Emissionen beziehen. Es geht auch darum, möglichst viel von den derzeit rund 630 Milliarden Tonnen überschüssigem CO2 aus der Atmosphäre wieder abzubauen. Ich will eine ergebnisoffene und ideologiefreie wissenschaftliche Prüfung über die Einsatzmöglichkeiten bisheriger Technologien, die in der Lage sind, CO2 aus der Luft zu absorbieren.

Der Sonderbericht des Weltklimarates über 1,5°C globale Erwärmung führt uns sehr deutlich vor Augen, welche Konsequenzen drohen. Dürre, Starkregen und Hitzesommer haben bereits zugenommen und werden auch bei uns weiter zunehmen, wenn die Klimaziele nicht weltweit eingehalten werden. Insbesondere das städtische Mikroklima wird sich spürbar verändern mit Auswirkungen auf städtische Grünzüge, die Verkehrsinfrastruktur und den Energieverbrauch aber auch auf neue Ansätze im Urban Farming. Nicht abzusehen sind dabei die Folgen für den Finanz- und Wirtschaftsbereich der Stadt Freiburg.

[Leider haben wir bislang trotz mehrfacher Nachfrage keine Antwort erhalten]

[Leider haben wir bislang trotz mehrfacher Nachfrage keine Antwort erhalten]

[Leider haben wir bislang trotz mehrfacher Nachfrage keine Antwort erhalten]

Dass es keine Tulpen mehr gibt, weil die Niederlande überschwemmt und das Bier teurer werden wird.

Wir möchten unseren Anteil leisten, um die Erderwärmung mit 66% Wahrscheinlichkeit unter 1,5 Grad zu halten. Das bedeutet, dass wir deutschlandweit bei linearer Reduktion Ende 2025 klimaneutral sein müssen.

Wir haben es letztes Jahr bereits erlebt, dass auch in Deutschland kein Wasser mehr aus der Leitung kam. Ich denke da an Niedersachsen. Die Folgen des Klimawandels sind auch hier deutlich sichtbar: Hitzewellen, Dürre, Ernteausfälle, Hitzetote… Auch wir müssen Wasser sparen und uns auf weitere Hitzewellen, die auch unser Arbeitsleben beeinflussen, einstellen. Unsere Landwirtschaft wird weitere Ausfälle und Unsicherheiten erleiden und mehr Subventionen benötigen.

Auf der physikalischen Ebene bedeutet es mehr Hitzetote, höhere Temperaturen und für die Region Freiburg, weniger Niederschlag (das sagten zumindest die Modelle aus der Uni). Mehr Trockenheit im Sommer ist eine der Herausforderungen für Landwirt*innen. Wir müssen insgesamt wassersparend handeln. Weiterhin sind Straßenbahnen und Züge nicht auf Temperaturen von über 35°C ausgelegt. Auf der sozialen Ebene werden die finanziell Benachteiligten unserer Gesellschaft wieder härter getroffen.

Alte Gewissheiten gelten angesichts der drohenden Klimaveränderungen nicht mehr. Ganze Wirtschaftszweige sehen sich in Frage gestellt und ökonomische Kräfteverhältnisse sind weltweit in Bewegung geraten. Ein Beispiel: Wasser. Durch Wassermangel in Flüssen ist die Binnenschifffahrt betroffen. Gleichzeitig steigt die Gefahr von Hochwasser an, was bspw. im Falle der Dreisam sowie der unzähligen anderen Flüsse und Bäche dramatische Folgen für Mensch und Natur in Freiburg haben wird.

Natürlich werden sich die absehbaren Folgen des Klimawandels auch in Freiburg zeigen: anhaltende Trockenheit und damit einhergehende Folgen für die Wälder und Landwirtschaft, Hitzesommer und Winter ohne Schnee. Es darf aber nicht bedeuten, dass wir sagen ‘Jetzt ist eh alles zu spät’, sondern auch bei einem Nichterreichen des 1,5°C Ziels muss weiter gegen die Klimaerwärmung gearbeitet werden. Wir müssen dann – und auch jetzt schon – einen verstärkten Blick darauf lenken, wie wir uns anpassen.

Seit Beginn der Industrialisierung ist die Temperatur auf der Erde durchschnittlich bereits um ein Grad Celsius gestiegen. Das Eis der Polkappen schmilzt ab, und der Meeresspiegel steigt. Auch hier im Land spüren wir bereits die Folgen des Klimawandels: Extremereignisse wie Hochwasser und Hagel treten häufiger auf, ausgedehnte Dürreperioden gefährden die Landwirtschaft und Flora und Fauna haben sich schon verändert.

Ba-Wü wird in den nächsten Jahren vor folgenden Problemen stehen, wenn die Erderwärmung nicht gestoppt wird: 1. Überhitzung der Städte in den Sommermonaten mit Auswirkungen auf die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Menschen, kombiniert mit schlechter Luftqualität (Ozon, Feinstaub). 2. Zunehmende Trockenheit mit massiven Auswirkungen auf die Landwirtschaft und die Naturräume. Besonders Wälder sind betroffen, aber auch landwirtschaftlichen Flächen droht eine Versteppung.

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